"Selig die Frieden stiften"
Rom-Wallfahrt vom 27.08.1995 - 02.09.1995
Unter diesem Motto stand die diesjährige Romwallfahrt der Ministranten und Ministrantinnen,
die vom CIM - "Coetus Internationalis Ministrantium" (Internationaler
Ministrantenbund) veranstaltet wurde. Mit dabei waren auch acht Dreifaltigkeitler:
Rebekka, Viola, Menalie, Markus, Sabine, Kerstin und zwei Mal Daniela. Am Sonntag, 27.
August trafen wir uns mit den Teilnehmern der Pfarreien St. Martin, St. Fidelis, St.
Sixtus Zunsweier, St. Gallus Hoberg-Hofweier und Hl. Geist Lahr, die mit uns eine
Busgruppe bildeten.
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| Ministrantenwallfaht nach Rom (CIM) 1995 |
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Wir bekamen Wallfahrtstücher und eine Wäscheklammer, die als Namensschild diente. Es
ging mit einer Kennenlernrunde los, nach der einige bestimmt einen lahmen Arm vom vielen
Händeschütteln hatten. Anschließend versammelten wir uns in der St. MArtinskirche zu
einem kurzen Eröffnungsgottesdienst. Schließlich kam der Bus. Es war einer der großen
Doppelstökigen, denn es mußten ja 69(!) Minis hineinpassen. Als endlich alles
untergebracht war, konnten wirzur großen Fahrt nach Süden starten. Anfangs waren alle
ziemlich aufgedreht, aber je später es wurde, um so mehr fielen die Augen zu, bis
schließlich auf ein paar Ausnahmen alle schliefen. In Milano hatten wir Fahrerwechsel und
eine größere Pause. Am Montag Vormittag kamen wir dann endlich in Rom an.
Untergebracht waren wir im Hotel "CIR Ergife Palace". Das ist eine riesige,
halbkreisförmige Bettenburg mit Schwimmbad - so groß wie das Stegermattbad - etwas
außerhalb der Stadt. Wir durften unser Gepäck in den fünften Stock schleppen und unsere
Zimmer beziehen. Es waren normale Hotelzimmer, in die einfach ein oder zwei zusätzliche
Betten gestellt wurden. Dementsprechend beengt war es auch. Aber da wir si ja sowieso nur
zum Schlafen benutzten, war das halb so wild.
Ab und zu versammelten sich alle Minis des Hotels auf den Balkonen ihrer Zimmer und
ließen eine LaOla-Welle mit lautem Gegröle durch das Halbrund schwappen. Nach dem
Mittagessen wurden wir dann zum erstem Mal auf Rom losgelassen. Am Abend war dann der
diözesane Eröffnungsgottesdienst im Panteon. Diese Kirche war ursprünglich als Tempel der
römischen Götter erbaut worden und ist völlig rud. Fenster sind keine vorhanden, das
Licht kommt durch ein neun Meter großes Loch in der Decke. Bänke gab es auch nicht, also
saßen wir dichtgedrängt auf dem Boden. Danach ging es wieder auf Tour, um dann spät
Abends ziemlich geschafft ins Hotel zu fahren.
Am Dienstag war eigentlich für den Vormittag in der Kirche ST. Paul vor den Mauern
eine Eucharistiefeier für alle deutschsprachigen Gruppen und nachmittags eine
Papstaudienz auf dem Petersplatz geplant. Aber da muß wohl unsagbar Wichtiges passiert
sein, so daß die Audienz auf den Vormittag vorverlegt und der Tagesablauf von circa
16.000 Minis auf den Kopf gestellt wurde. Auf dem Petersplatz war dann die Papstaudienz
für die Minis aus ganz Europa. Dabei wurde auch eine kleine Gruppe aus der Diözese
Freiburg begrüßt (3.500 von 16.000 Ministranten). Die Freiburger waren auch die größte
Gruppe bei der diesjährigen Romwallfahrt. Der Papst fuhr mit seinem PapaMobil nach dem
Gottesdienst durch die Menge. Dabei kam er auch zwei, drei Stuhlreihen vor uns durch.
Abends nach dem Gottesdienst wurde wieder Rom unsicher gemacht und danach im Hotel die
Bar belegt.
Am Mittwoch konnte man an speziellen Angeboten (z.B. Besichtigung von Radio Vatikan)
teilnehmen. Nach dem Abendessen wurden wir in einen Park kutschiert, in dem ein
Begegnungstreffen mit Friedensgebet stattfand. Leider war von der uns zugeteilten Gruppe
nichts zu sehen, so daß wir uns schließlich mit einer Gruppe aus Augsburg zusammentaten,
denen es genauso erging wie uns. Am nächsten Tag war ein Ausflug in die Umgebeung Roms
geplant. Da die meisten anderen Gruppen in die Albaner Berge oder nach Ostia Antika
fuhren, machten wir uns am Lago di Bracciano einen schönen Tag.
Freitag morgen war dann Aufbruchstimmung, da die Hotelzimmer geräumt werden mußten.
So hatten wir schon unser ganzes Gepäck im Bus verstaut, als wir ein letztes Mal durch
die Stadt bummeln durften. Abendes gab es noch einen phänomenalen Abschlußgottesdienst
im Pantheon mit LaOla (die Welle) und Tanzen und Polonäse.
Auf der Rückfahrt Richtung Heimat hatten wir noch eine längere Pause am Comer See.
Auf der letzten Raststätte vor dem Gotthard Tunnel saßen wir noch einmal in großer Runde
beisammen. Da war auch der Abschluß unserer Busgruppe. Am Samstag kamen wir circa 18 Uhr
wieder in Offenburg an.
Für alle war es ein unvergessliches Erlebnis und vielleicht sind bei der nächsten
Romwallfahrt wieder einige von Dreifaltigkeit dabei.
Markus Kiefer
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