"walk, walk, walk, walk in the light"
Impressionen aus Taizé
Bis zum Pfingstsonntag waren 26 junge Menschen (Firmbewerber und Ministranten) eine Woche lang in Taizé, einem kleinen Ort in Burgund/Frankreich. Manche Augen beginnen zu leuchten, wenn sie von diesem Ort hören, andere wissen nicht, was sich dahinter verbergen könnte. Was unsere Gruppe dort erlebte und warum sie diesen Ort aufsuchte, verrät uns der folgende Beitrag eines Teilnehmers.
"Laudate omnes gentes", so sangen wir in den Gottesdiensten, die in Taizé dreimal täglich stattfinden. Ein solches Gebet in
Taiz hat eine andere Form
als ein hiesiges. Das Gotteshaus ist ein vergrößerbarer Raum. Vorne sind große orangene Laken wie Segel aufgespannt. Darunter ist aus roten Backsteinen eine Mauer aufgeschichtet, die mit Kerzen verziert und beleuchtet ist. Besucht man in Taizé
einen Gottesdienst, so setzt man sich in der Kirche auf den Teppichboden und besinnt sich. Im Laufe der Zeit begeben sich immer mehr der über siebzig Brüder an ihre Plätze, die sich in zwei Reihen von vorne nach hinten erstrecken. Dann werden verschiedene
Gesänge aus Taizé angestimmt, die von einem Bruder an der Orgel oder Gitarre begleitet und sehr oft wiederholt werden. Es folgt eine Schweigepause von bis zu 15 Minuten. Einer der Brüder durchbricht die Stille durch seinen Gesang, in den alle
wieder einstimmen. Nach jedem Abendgebet bleibt Bruder Roger, der das Kloster gegründet hat, in der Kirche, um mit den Menschen zu sprechen und sie zu segnen. Dabei hat er drei Leute aus unserer Gruppe auch zum Mittagessen mit den Brüdern eingeladen. Sie
leben getrennt von uns Besuchern, sitzen beim Essen an einer langen Tafel; nach einem Gebet und einer Stille werden bei klassischer Musik Schüsseln herumgereicht, aus denen man sich schöpfen kann.
Jeder Besucher von Taizé muss sich bereit erklären, im Laufe des Tages irgendwelche Arbeiten zu erledigen. Unsere Gruppe war beim
nachmitt glichen
Teeausschank eingeteilt. Außerdem wurden wir als 15-16-jährige je einer Bibelgruppe zugeordnet, in der wir Lieder gelernt und zumeist auf Deutsch über Themen wie "Glücklich sein", "Kampf und Kontemplation",
"Freundschaft", "Wer bin ich?" diskutiert haben; zu diesem Zeitpunkt waren außer vielen Deutschen nur drei englische Jugendliche in Taizé. Außerdem konnte man mittags verschiedene Dokumentarfilme sehen, den
Kirchenchor besuchen, Fuß- oder Volleyball spielen oder sich einfach an eine Quelle und zwei Seen begeben und entspannen. Nach dem Abendgebet setzte man sich beim Ojac bei einem Glas Cidre zusammen und sang. Bei verschiedenen Aktionen kamen wir viel
mit anderen Jugendlichen in Kontakt.
Felix Teufel
Hiermit sei auch die herzliche Einladung zu den monatlichen Taizégebeten in der Krypta unserer Kirche verbunden und wiederholt: In der Regel am ersten Montag eines jeden Monats um 19.30 Uhr.
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