Prominente Gäste im Haus Lioba
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| Vor 20 Jahren wohnte die Kelly Family in St. Lioba |
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"Haus Lioba" hatte prominente Gäste
Vor 20 Jahren wohnte die Kelly Family in St. Lioba / Nordrach
Nach dem Besuch kamen die Handwerker
Wie so oft im Leben war es ein Zufall,
der die Kellys nach Nordrach verschlug. Kurz nach ihren ersten
musikalischen Anfängen befand sich die Truppe auf Reisen quer durch
Europa. Bei Freiburg ging der damals noch relativ mittellosen
Großfamilie der Bus kaputt, über Umwege kamen sie zum Haus "St.
Benedikt" der Offenburger Pfarrei "Heilige Dreifaltigkeit" in Nordrach.
Dessen Leibgedinghaus "Lioba" hatte genau die richtige Größe für die 14
Personen um Mutter Barbara Ann und Vater Dan Kelly. Der Vertrag kam
zustande, 140 Mark pro Tag kostete das "Haus Lioba", erinnert sich der
ehemalige Verwalter Wolfgang Schwahl.
Schwahl erinnert sich
jedoch noch an mehr. Zum Beispiel daran, dass die Kellys überstürzt
abgereist sind, ohne ihre Rechnungen zu bezahlen. Allein die
Telefonkosten beliefen sich auf rund 5000 Mark. Auch das Haus selbst sei
nach dem Auszug der Kellys in einem desolaten Zustand gewesen, wissen
sowohl Schwahl als auch sein Nachfolger Paul Kindle. So hätten nach dem
Besuch der Gesangstruppe erst einmal die Handwerker anrücken müssen, um
das Haus auf Vordermann zu bringen.
"St. Benedikt", ein Haus,
das normalerweise Jugendgruppen, Vereinen oder Chören als Aufenthaltsort
dient, hat inzwischen längst das geschuldete Geld. Mit dem Erfolg der
Kelly Family kamen auch die Vermieter auf ihre Kosten. Allerdings nur
über den Klageweg, wie die Hausverwaltung berichtet.
Gerichte und
Anwälte mussten damals bemüht werden, damit die Rechnungen bezahlt
wurden. Insofern erinnert man sich an den Kelly-Besuch bei der "Heiligen
Dreifaltigkeit" nicht gerade mit Begeisterung.
Wesentlich
positiver fallen dagegen die Berichte der Nachbarn des Hauses "St.
Benedikt" aus, wenn sie über den Besuch der Kellys reden. Renate
Schmieder vom benachbarten Bächlehof erinnert sich daran, dass die
Großfamilie anfangs sehr zurückhaltend gewesen sei, "doch danach haben
sie so gut wie zur Familie gehört". Fast täglich waren die Kinder zu
Besuch auf dem Bächlehof, weiß Renate Schmieder, die den Kontakt gerne
auch später noch aufrecht erhalten hätte.
Auf dem Gießler-Hof
kauften die Kellys ihre Milch. Lydia Geißler erklärt heute, sie habe
damals keinerlei Probleme mit der Familie gehabt. Wie ihre Nachbarin
Renate Schmieder habe sie erst später davon erfahren, in welchem Zustand
die Kellys ihre Bleibe hinterlassen hätten. "Ihre Milch haben sie aber
immer bezahlt", meint Gießler.
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Prominente Gäste im Haus Lioba-Dateien |
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Wie so oft im Leben war es ein Zufall, der die Kellys nach Nordrach verschlug. Kurz nach ihren ersten
musikalischen Anfängen befand sich die Truppe auf Reisen quer durch
Europa. Bei Freiburg ging der damals noch relativ mittellosen
Großfamilie der Bus kaputt, über Umwege kamen sie zum Haus "St.
Benedikt" der Offenburger Pfarrei "Heilige Dreifaltigkeit" in Nordrach.
Dessen Leibgedinghaus "Lioba" hatte genau die richtige Größe für die 14
Personen um Mutter Barbara Ann und Vater Dan Kelly. Der Vertrag kam
zustande, 140 Mark pro Tag kostete das "Haus Lioba", erinnert sich der
ehemalige Verwalter Wolfgang Schwahl.
Schwahl erinnert sich jedoch noch an mehr. Zum Beispiel daran, dass die Kellys überstürzt
abgereist sind, ohne ihre Rechnungen zu bezahlen. Allein die
Telefonkosten beliefen sich auf rund 5000 Mark. Auch das Haus selbst sei
nach dem Auszug der Kellys in einem desolaten Zustand gewesen, wissen
sowohl Schwahl als auch sein Nachfolger Paul Kindle. So hätten nach dem
Besuch der Gesangstruppe erst einmal die Handwerker anrücken müssen, um
das Haus auf Vordermann zu bringen.
"St. Benedikt", ein Haus, das normalerweise Jugendgruppen, Vereinen oder Chören als Aufenthaltsort
dient, hat inzwischen längst das geschuldete Geld. Mit dem Erfolg der
Kelly Family kamen auch die Vermieter auf ihre Kosten. Allerdings nur
über den Klageweg, wie die Hausverwaltung berichtet.
Gerichte und Anwälte mussten damals bemüht werden, damit die Rechnungen bezahlt
wurden. Insofern erinnert man sich an den Kelly-Besuch bei der "Heiligen
Dreifaltigkeit" nicht gerade mit Begeisterung.
Wesentlich positiver fallen dagegen die Berichte der Nachbarn des Hauses "St.
Benedikt" aus, wenn sie über den Besuch der Kellys reden. Renate
Schmieder vom benachbarten Bächlehof erinnert sich daran, dass die
Großfamilie anfangs sehr zurückhaltend gewesen sei, "doch danach haben
sie so gut wie zur Familie gehört". Fast täglich waren die Kinder zu
Besuch auf dem Bächlehof, weiß Renate Schmieder, die den Kontakt gerne
auch später noch aufrecht erhalten hätte.
Auf dem Gießler-Hof kauften die Kellys ihre Milch. Lydia Geißler erklärt heute, sie habe
damals keinerlei Probleme mit der Familie gehabt. Wie ihre Nachbarin
Renate Schmieder habe sie erst später davon erfahren, in welchem Zustand
die Kellys ihre Bleibe hinterlassen hätten. "Ihre Milch haben sie aber
immer bezahlt", meint Gießler.
Offenburger Tageblatt (OT) 22.02.2002 von Dietmar Ruh und Matthias Kluckert
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