Material

  |   Kontakt   |   mein Favorit   |   Seite drucken   |   Material > Tarzisius
Ministranten Hl. Dreifaltigkeit Offenburg




Weitere, interessante Artikel bei Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Ministrant
 

Hl. Tarcisius in Kürze

  • wahrscheinlich Diakon, Märtyrer im 3. Jhd. In Rom
  • Gedächtnis: 15. August
  • Darstellung: als junger Mann am Boden liegend, die Eucharistie vor der Brust bergend (wurde von Heiden erschlagen)

Historische Forschung

Tarcisius (auch: Tharsicius, Tarzisius); römischer Märtyrer des 3. Jhdts.

Über Tarcisius berichtet der römische Bischof Damasus in einem diesem gewidmeten Epigramm (ICVR IV, Nr. 11078 = Ferrua, Epigrammata 117-119). Demnach wurde Tarcisius von Heiden getötet, als er sich weigerte, ihnen das eucharistische Brot, welches er mit sich führte, zur Profanation zu übergeben. Bezüglich der Todesart schweigt der Text. Die von Damasus betonten Parallelen zum Tod des Erzmärtyrers Stephanus deuten jedoch darauf hin, daß auch Tarcisius gesteinigt wurde. Benutzt wurde das Carmen des Damasus im 6./7. Jahrhundert vom Verfasser einer legendarischen passio des Papstes Stefan I. (BHL 7845) sowie zeitgenössischen Itineraren. Diese fügen weitere Informationen hinzu. So sei Tarcisius Akolyth gewesen und am 15. August des Jahres 257 getötet worden. Diese Angaben lassen sich jedoch nicht weiter verifizieren. Ebenso bleibt unklar, ob Tarcisius im Rahmen einer Christenverfolgung es wäre dabei an die Verfolgungen unter Kaiser Decius bzw. Valerian zu denken - oder aufgrund einer singulären Begebenheit getötet wurde. - Nach Itineraren des 7. Jahrhunderts wurden der römische Bischof Zephyrinus (+ 217) und der Märtyrer Tarcisius in einer gemeinsamen Grabstätte im Coemeterium des Kallist an der Via Appia überirdisch bestattet. Die Grablege befand sich wohl in der westlichen, neben dem Eingang zur sogenannten Papstkrypta gelegenen Tricora bzw. in den an sie anschließenden Gebäuden. Später wurden die sterblichen Überreste des Th. in die römische Kirche San Silvestro in Capite überführt. Seiner wurde dort am 26. Juli gedacht. In den frühen liturgischen Büchern Roms findet Tarcisius keine Erwähnung. Erst mit Ado kommt Tarcisius aufgrund der Angaben der bereits erwähnten passio des Stephan in die mittelalterlichen Martyrologien. In das römische Martyrologium wurde er unter dem Datum des 15. August aufgenommen. Beeindruckt von einem Besuch in den römischen Katakomben veröffentlichte der englische Kardinal Nicholas Patrick Wiseman (+ 1865) im Jahre 1855 in London seinen Roman 'Fabiola or the Church of the Catacomb', welcher das Martyrium des Tarcisius aufgreift und zur raschen Verbreitung von dessen Kult wesentlich beitrug. In Rom entstand 1920 eine Tarcisius-Bruderschaft mit dem Ziel der Förderung der eucharistischen Frömmigkeit, insbesondere der häufigen Teilnahme an der Messfeier.

http://www.bautz.de/bbkl/t/tharsicius.shtml

Die Legende des Heiligen Tarcisius

Mit letzter Sicherheit kann über den heiligen Tarcisius nichts gesagt werden. Es heißt, er sei ein junger Mann gewesen, der im 3. Jahrhundert in Rom lebte. Dort gehörte er zur kleinen Schar der verfolgten Christen. Diese mussten sich heimlich treffen und feierten ihre Gottesdienste in den unterirdischen Gräbern vor der Stadt, den Katakomben. Die Legende erzählt: Tarcisius war einmal von der Gemeinde beauftragt den Kranken die Eucharistie zu bringen. Er verbarg sie unter seinem Gewand. Auf der Straße wurde er von Heiden angepöbelt, was er denn da zu verstecken hätte. Tarcisius wollte den neugierigen Leuten nicht sein kostbares Gut zeigen. Da wurden diese frech und bedrängten ihn. Tarcisius konnte in der Not die Eucharistie noch schnell essen, da erschlugen ihn schon die Heiden mit Knüppeln und Steinen. Tarcisius ist für seinen Glauben gestorben. Er gehört zur Gruppe der Märtyrer. Sein Grab befindet sich in der Calixtus - Katakombe an der Via Appia Antica in Rom. Dargestellt wird der junge Heilige als Diakon mit Palme, Steinen und Hostie. Weil Tarcisius im Auftrag der Gemeinde unterwegs war, gilt er als Schutzpatron der Ministranten. Sein Gedenktag ist am 15. August. Die Kirche feiert an diesem Tag schon ein anderes Fest, nämlich "Mariä Himmelfahrt". So ist die Erinnerung an Tarcisius verblasst. Noch heute aber kann er ein Vorbild sein, mutig für die Botschaft Jesu einzustehen.

Die Legende

Wir schreiben das Jahr 64 nach Christus.
In einer Nische der Katakombe an der Via Appia ausserhalb der Stadt Rom gibt Vater Festus seiner Gemeinde den Segen. Er ist der Gemeindevorsteher der römischen Christengemeinde. Die Christen haben zusammen Abendmahl gefeiert. Sie haben zusammen das Brot gebrochen zum Andenken an Jesus.
Die Christen haben Angst. Vor ein paar Wochen hat der grausame Kaiser Nero einen Teil der Stadt Rom anzünden lassen. Und jetzt lässt er das Gerücht verbreiten, die Christen hätten das Feuer gelegt. Wer sein Freund sein wolle, solle alle Christen anzeigen, die er kenne. Schon viele Christen sind deshalb in den Gefängnissen von Rom eingesperrt.

Tarcisius bekommt einen Auftrag

Vater Festus ruft nun ein paar der grösseren Buben zum Abendmahls-Tisch. Einer von ihnen heisst Tarcisius. Er ist zwölf Jahre alt. Vater Festus kennt die Familie von Tarcisius gut. Er weiss, dass Tarcisius ein gutes Herz hat, auch wenn sein Strubelkopf voller Streiche ist.
Vater Festus schaut ihn jetzt an und sagt: «Hier, Tarcisius, nimm den kleinen Krug und das Tuchbündel mit dem gebrochenen Brot. Trag es sorgfältig unter deinem Umhang. Du weisst ja, es ist das heilige Brot. Geh heute abend zur kleinen dritten Strasse durch den Circus Maximus, Das ist von hier aus der nächste Weg. Im ersten Haus der Strasse warten Ursula und Linus auf dich. Übergib Linus das heilige Brot und den Wein. Die Alten und Kranken warten schon lange darauf. Mögen sie dadurch gestärkt werden. Richte auch Grüsse und Segenswünsche von mir und von uns allen aus. Du kannst bei Mutter Ursula Abend essen. Später bring das leere Krüglein und das Tuch zurück. So, nun geh im Frieden Christi.» Tarcisius freut sich. Es ist nicht das erste Mal, dass er Jesus als stärkendes Brot zu den Kranken bringen darf. Er nimmt den kleinen Krug und das Tuchbündelchen an sich und macht sich mutig auf den Weg.

Der Spielverderber

In der Arena Circus Maximus herrscht noch viel Betrieb. Drei gleichaltrige Buben rufen Tarcisius zu: «Komm, wir brauchen einen vierten, sonst können wir nicht würfeln.» Tarcisius kennt zwei davon. Er hat schon oft mit ihnen gespielt. «Ein anderes Mal gerne. Jetzt muss ich weiter. Ich werde erwartet», erwidert Tarcisius. Aulus, einer der drei, kommt auf Tarcisius zu und sagt: «Du, sei doch kein Spielverderber. Die warten doch...» Tarcisius aber bleibt nicht stehen. Er sagt kurz, aber bestimmt: «Heute nicht, Kameraden. Ich wünsche euch einen schönen Abend.»
Wütend ruft ihm Alanus zu «Du bist ein Feigling, Tarcisius! Und überhaupt, was trägst du eigentlich unter deinem Umhang? Das muss etwas Kostbares sein, dass du es so eilig hast. Wir wollen es sehen.»

Tarcisius bewahrt sein Geheimnis

«Ich trage Brot und Wein mit mir!» erklärt Tarcisius. «Nun lasst mich gehen.» Wütend reissen die drei dem Tarcisius den Umhang von den Schultern. Das Tonkrüglein mit dem Wein zerbricht am Boden. Tarcisius will wenigstens das heilige Brot beschützen. Ganz fest umklammert der Bub das Tuchbeutelchen in seiner Hand. Die drei andern lachen höhnisch. Sie rufen: «Wir wollen dir zeigen, was passiert, wenn einer so feige ist wie du.» Sie schlagen Tarcisius und bewerfen ihn mit Steinen. Plötzlich liegt Tarcisius am Boden und blutet stark. Er rührt sich nicht mehr... Da rennen die drei Kameraden voller Panik davon. Sie lassen den Schwerverletzten einfach liegen. Spät in dieser Nacht findet Vater Festus den Buben. Er hat ihn gesucht. Tarcisius ist tot. In seiner Hand hält er immer noch den kleinen Tuchbeutel mit dem heiligen Brot. Vater Festus ist traurig und froh zugleich. Ein paar Tage später bekommt der kleine grosse Tarcisius ein Nischengrab in den Katakomben. Vater Festus betet: «Herr Jesus, wir bitten dich, gib uns allen den Mut und die Kraft, wie Tarcisius sie hatte. Dann brauchen wir uns auch vor den Soldaten des Kaisers Nero nicht mehr zu fürchten.»

frei nacherzählt von Pater Simon (Quelle: Jumi, Januar 1991)

Der Gottesträger Tarcisius, Patron der Ministranten

Die Legende etwas anders erzählt

Die nächtliche Opferfeier in den Katakomben war zu Ende. Der greise Priester wandte sich den Gläubigen zu und sagte: "Ich habe zuverlässige Nachricht, daß viele unserer gefangenen Brüder und Schwestern morgen zum Tode geführt werden sollen. Man will sie den wilden Tieren im kaiserlichen Zirkus vorwerfen. Damit ihnen aber die Kraft zu sterben nicht fehlt, sollen sie noch einmal das heilige Brot empfangen. Da ich aber den Heiden bekannt bin, muß einer von euch es zu den Gefangenen tragen. Wer will das tun?"

Ohne zu zögern, hob eine Anzahl von Christen die Hand. Während der Blick des Priesters noch prüfend über sie hinging, drängte sich ein Zwölfjähriger nach vorn: Tarcisius. "Vater, laß mich das heilige Brot zu den Gefangenen tragen. Bei keinem ist es sicherer als bei mir." Eine Weile überlegte der Priester. Ja, der Junge hatte recht. Bei einem Kind würde man arglos sein. Er legte ihm eine silberne Kapsel, die an einer Schnur hing, um den Hals. Mit der rechten Hand umklammerte Tarcisius fest das Allerheiligste. Dann verließ er die Katakombe.

Es ist schon hell, als Tarcisius durch die Straßen Roms geht. Durch das Salarische Tor betritt er das Stadtinnere. Ganz in Gedanken versunken ist Tarcisius an den neuen Bädern des Diokletian vorübergegangen und zum Platz der Kaiser eingebogen. Da fühlt er sich plötzlich am Arm gepackt. "He, Tarcisius, was ist mit dir?" schreit ihm ein Junge zu. "Ich habe dich schon dreimal gerufen. Du träumst wohl mit offenen Augen.

Was willst du denn von mir?" - "Na, mitspielen sollst du." - "Ich kann jetzt nicht", erwidert Tarcisius. "Ich habe einen eiligen und wichtigen Gang zu tun." - "So, was hast du denn?" fragt Claudius ärgerlich. "Was hältst du da eigentlich unter deinem Rock fest? He? Darf man das vielleicht auch mal sehen?" - "Er scheint gestohlen zu haben", ruft einer dazwischen. "Quatsch! Tarcisius stiehlt nicht!" brummt Claudius. "Aber jetzt will ich wissen, was du da hast. Her damit!" - "Ich zeig' es euch nicht!" sagt Tarcisius. "Und nun laßt mich gehen!"

Da aber fällt die Bande brüllend über ihn her, versucht, ihm die Hand aus dem Gewand zu zerren. Verzweifelt wehrt sich der kleine Gottesträger. Wütend schlägt die Jungenhorde auf ihn ein. Sie treten ihn mit Füßen, stoßen ihn zu Boden, mißhandeln ihn mit Prügeln und Stöcken. Aber Tarcisius läßt nicht los. Erwachsene kommen hinzu, forschen nach der Ursache des Streites, werden selber neugierig, was denn der Kleine da verbirgt. Vielleicht hat er doch etwas gestohlen? Jemand ruft:" Ihr Narren, wißt ihr, was der bei sich hat? Das ist ein Christ, der seinen Gott bei sich hat." - "Ein Christ! Ein Christ!" schreien nun zehn, zwanzig Stimmen. Die Umstehenden wollen sehen, was er bei sich hat. Von allen Seiten prasseln Schläge auf ihn nieder, treffen ihn an Kopf, Leib und Gliedern . Er stöhnt auf vor Schmerz. Aber seine Hand läßt nicht los.

In diesem Augenblick bricht ein römischer Offizier sich Bahn. Mit wuchtigen Stößen macht er sich Platz. "Schämt ihr euch nicht, ein wehrloses Kind zu überfallen?" donnert er sie an. "Wollt ihr Römer sein?" -"Er ist ein Christ, der sein Geheimnis bei sich trägt", verteidigt sich einer der Umstehenden. "Was geht das euch an?" fährt der Offizier wiederum auf. "Wer ihn anrührt, bekommt es mit mir zu tun." Vor dem Zorn des Soldaten verkriechen sich die erbärmlichen Unmenschen. Einer nach dem anderen zieht verlegen seines Weges.

Da beugt sich der Offizier zu Tarcisius herab: "Tarcisius!" ruft er. Er ist selbst Christ und kennt den kleinen Gottesträger aus den Zusammenkünften in den Katakomben. Da schlägt der Junge noch einmal die Augen auf, schaut den Offizier an und haucht mühsam: "Ich habe ihn nicht übergeben!" Behutsam trägt der Offizier den Jungen, der immer noch die silberne Kapsel in seiner Hand hält, in das Haus einer Christin. Der Offizier hat inzwischen dem Jungen die Silberkapsel aus der Hand genommen.

Jetzt beugt er sich über ihn und sagt: "Hörst du mich, Tarcisius?" Der Junge nickt nur: "Hast du noch einen Wunsch"? fragt der Offizier weiter.

Da richtet sich Tarcisius noch einmal auf. Er möchte etwas sagen und bringt doch kein Wort mehr heraus. Aber schließlich liest der Offizier von seinen Lippen die Worte: "Gib mir das heilige Brot." Da öffnet der Offizier die silberne Kapsel. Schwer geht sie auf, denn die Faust des Jungen hat sie fast zusammengedrückt. Nun aber hält er das Himmelsbrot in Händen. "Der Leib unseres Herrn Jesus Christus!" "Amen" haucht Tarcisius. Der Offizier reicht ihm das heilige Brot. Kurz darauf nimmt Gott den jungen Märtyrer auf in sein ewiges Reich.

unbekannter Autor

Wenn jemand die Quelle dieses Textes kennt oder ihn selbst verfasst hat wäre ich über eine NAchricht dankbar.

Tarcisius und die Calixtus-Katakomben in Rom (Via Appia)

Die Via Appia wurde in diesem Gebiet unter freiem Himmel schon vor Entstehung der Katakomben beiderseits von heidnischen Grabmälern gesäumt. In der Folgezeit wurden über oder neben den Martyrergräbern Mausoleen oder kleine Hallenbauten errichtet. Von diesen Bauwerken sind heute nur noch zwei kleine Gebäude übrig geblieben, wegen der dreifach gegliederten Apsis (Chorraum) "Tricora" genannt.

In der 'Westlichen Tricora' wurden wohl nahe beieinander, wenn auch in verschiedenen Zeiten, der hl. Papst Zephyrin und der junge Martyrer der Eucharistie, der hl. Tarcisius beigesetzt. Papst Damasus (366 - 384) ehrte in einem Gedicht das Andenken dieses Jugendlichen und erinnert an sein Martyrium: "... Tarcisius trug die Eucharistie bei sich, als sich eine aufgehetzte Gruppe von Fanatikern auf ihn stürzte, um diese zu entweihen. Aber der Junge wollte lieber sein Leben verlieren als diesen wütenden Hunden den Leib Christi auszuliefern".

http://www.catacombe.roma.it/sopra_td.html

• Seitenanfang


  
  
© Ministrantengemeinschaft Hl. Dreifaltigkeit Offenburg   [Impressum]
eMail: info@minis-dreifaltigkeit-offenburg.de
Design & Realisierung: [p][a] peter adelmann